I make you feel better

Finisterre, zum II

Einen lieben Gruß nach Deutschland, Peking, Liverpool und Schweden oder von wo aus ihr sonst so meine Geschichten lest!

Die letzte Woche war herrlich hier in Spanien, dass muss ich zugeben. Ich habe das erste Mal richtig viel mit Spaniern unternommen, was meiner Sprache natürlich wahnsinnig gut tat und nicht nur der -  meiner Seele auch,weil das immer das war was ich mir wünschte: mich unter das spanische Volk zu mischen!

Da am letzten Mittwoch natürlich auch hier Feiertag war (Allerheiligen) bin ich am Dienstagabend mit ein paar deutschen Mädels und mit 2 Spanierinnen losgezogen und lernte die "spanische Art der Weggehens" kennen. sie unterscheidet sich erheblich von unserer deutschen.

Wir trafen uns gegen elf in einer Bar, tranken Wein, aßen die (kostenlosen) Tapas, gingen in die nächste Bar, wiederholten dort den Verzehr diverser alkoholischer Getränke und Tapas, gingen in die nächste...und in die nächste...und in die nächste....nach 5 oder mehr verschieden Bars und entsprechendem Pegel begaben wir uns in eine der Altstadt-Diskotheken, die an diesem Abend selbstverständlich wieder brechend voll war. Für meinen Geschmack viel zu voll, da man weder tanzen noch sonst irgendwas machen konnte und ständig von irgendeinem nervigen Spanier angesprochen wurde. Das - Mädels, lasst euch gesagt sein - die Männer können einem ganz schon auf den S... gehen. Oh man sind die penetrant! ein böser Blick genügt da nicht. Wahscheinlich sollt man ihnen gleich eine runterhauen, wenn man keine Lust auf eine Konversationen (oder anderes) hat, aber vermutlich verstünden sie das dann auch als Anmache!

Wie dem auch sei - der Abend vor der Disco war sehr interessant und sehr spanisch und alkoholisch... Der nächste Tag war wie gesagt frei - zum Glück - und am Donnerstagabend war ich mit meinen Mitbewohnerinnen auf eine "fiesta" eingeladen von einem Freund des Freundes meiner Mitbewohnerin Cris.

Ohhh, nicht zu vergessen, dass ich am Donnertag ein tolles Konzert im Auditorium hörte (dort wo die Anne (bei der ich am Anfang wohnte) spielt)!!!, bei dem  der Komponist von der Filmmusik von "Shakespeare in Love" und "Billy Elliot" geehert wurde, er war sogar anwesend  und hielt eine kurze Rede. (habe leider seinen Namen schon wieder vergessen. Stephen ....irgendwas. Jedenfalls war die Musik wunderschön. Im Hintergrund liefen Teile des Films und vorne spielte das Orchester. Hu - Gänsehaut-feeling.

Danach bin ich mit der Nicola (meine Schottin) zu der angeblichen "fiesta" gegangen (Cris kam leider nicht mit), die im Eneffekt nur aus fünf Leuten bestand, d.h. uns zwei und drei anderen. Auch dieser Abend war ziemlich lustig und spanisch. um halb sechs fiel ich völlig müde ins Bett, konnte meine span. Mitbewohnerin Cris aber am nächsten Tag dennoch nicht davon überzeugen, dass ich eigentlich Schlaf bräuchte (ich meine 2 X hintereinander bis fünf feiern, das bin ich gar nicht gewohnt), sondern ließ mih auf einen weiteren spnaishcne Abend ein und zog mit ihr, ihrem Freund und ihrem besten Freund los. Fünf verschieden Bars in zweieinhalb oder drei Stunden, Vino Tinto im Überfluss, Tapas ebenfalls und weil es um eins (!) noch immer zu früh für die Disko war - eine weitere Bar, nachdem wir noch zwei andere Freunde von der Cris getroffen hatten. D.h. fünf Spanier und ich - herrlich. Und das allerbeste kommt noch: alles Musiker!!! (Die Cris und ihre Freunde studieren Kontrabass)

Für den nächsten Tag hatten wir einen Ausflug nach Finisterre geplant (an das Ende der Welt), den Ort, den ich damals schon einemal mit meiner Mutter als "Ort des Schreckens" kennengelernt hatte. (wegen des vielen Regens damals) Diedesmal sollte es aber eine wunderschöner Tag werden mit Sonne im Überfluss, einem truamhaften Blick aus Meer - ja, es sieht wirklich aus, wie am Ende der Welt, da man in alle Richtungen nur das Meer sieht. Und wenn man genau guckt, sogar die Krümmung der Erdoberfläche! Bevor wir in Finisterre ankamen machten wir in einem kleinen Ort, ca. eine Stunde von F. entfernt halt, um mittags um eins ein Weinchen zu trinken. Nach der fiesta am Vortag und ohne was im Magen. Werde hier wohl zimlich hispanisiert... 

Dann ging es weiter an einen leeren, touristenfreien Strand, um dort am Meer unser Picknick einzunehmen. Ahhh, Tortilla española, Nudalsalat, Brot, Joghurt,...das Meer, siesta nach dem Essen (wichtig!), Muscheln sammeln...Alles truamhaft, oder? Werde bald ein paar Fotos von Finisterre mit meinem Blog vernetzen.

Leider endete der Tag recht unerfreulich.Genau gesagt mit einem Autounfall, unser Auto: Totalschaden, ich: Krankenhaus. Ja, es gibt wirklich schönere Abende. Musste ca. 5 stunden in diesem Krankenhaus verbringen,in dem keiner meine Sprache verstand (!) um mich durchchecken zu lassen und bin noch mal mit einem Schleudertrauma, Halskrause und ein paar Quetschungen am Bauch davongekommen. den anderen geht es besser als mir, nicht gut, aber besser. Glück im Unglück. Es war trotzdem furchtbar.

Also, estoy viva (ich lebe), sorgt Euch nicht, bis bald,

Hannah

7.11.06 12:05
 


bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Laura (16.11.06 09:25)
Meine Liebe,
du sollst doch auf dich aufpassen...Mann, hab grade echt einen Schock gekriegt. Geht es dir besser? Wenn ich jetzt in Spanien wäre, würde ich dich sofort besuchen kommen und dir Springforelle mit Mandelkernsoße kochen (für den kleinen Tiger mit dem verrutschten Streifen...)! Erhol dich gut. Ich war am Wochenende bei Papa, es war aufwühlend (wie das halt so ist beim Castor), aber es tat auch sehr gut mal wieder dort zu sein.
Ich habe dich sehr lieb und denke an dich (koche eben in Gedanken schonmal die Forelle und einen leckeren Gesundtee). Allerbeste Besserung! Deine Laura

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