I make you feel better

¡Ouf!

 

Die ersten anderthalb Wochen der Uni habe ich nun hinter mich gebracht und kann wirklich nicht behaupten, dass es Zuckerschlecken ist! Liegt aber vermutlich an meinem momentanen Versteh-Vermögen, was leider noch nicht für alle Vokabeln ausreicht! Ich bin von daher zurzeit eigentlich nur am rum rödeln und rum rennen, zumal ich von meinem Haus aus bis zur politischen Fakultät um die 25 min zu Fuß brauche – wenn ich zügig gehe!

Aber immerhin wird man in der Unicafeteria bedient – ja wo gibt’s denn so was?! Ich war zutiefst beeindruckt…vollkommener Service – gut es ist nicht so billig wie in der Bonner Mensa, aber das erklärt sich durch den Charakter einer Cafeteria, verglichen mir einem Massenabfertigungs-Essenssaal. (hört sich jetzt schlimm an, entschuldigt, auch ich besuche die Bonner Mensa hin und wieder)

 

Ansonsten gibt es eigentlich nicht viel Neues…am Samstag habe ich die Mama zurück zum Flughafen gebracht, anschließend irrte ich noch eine Weile traurig, aufgekratzt und einsam im Flughafengebäude umher bis ein Bus mich zurück nach Santiago brachte. Dort angekommen ging es mir gleich besser, das Wetter gab allen Anlass dazu und ich machte mich fertig für einen gemütlich Abend im Internet-Café, um mir wie so häufig ein Stückchen Heimat hierher zu holen…

 

Durch die letzten Tage mit der Mama hier habe ich Santiago noch mal um einiges mehr lieben gelernt als vorher. D.h. lieben ist übertrieben, sagen wir „wertschätzen“.

Es hat einfach so unglaublich schöne Ecken und Plätze, Kirchen und religiöse Symbole, verzierte Wände, Tore und Türen, einen absolut lieblichen etwas versteckten Park hinter dem galicischen Heimatmuseum, abends im Regen ein mittelalterliches Flair auf Grund der Beleuchtung, welche die Nebel- und Regenschwaden dunkelgelb anstrahlt und den Kirchturmdächern etwas Geheimnisvolles verleiht….

…ich übertreibe nicht, es ist wirklich so. Der viele Regen steht überall in der Luft, selbst wenn es grade nicht regnet und das sieht beeindruckend aus, wenn die Lampen diese Wassertropfen anstrahlen.

 

Auch heute (Donnerstag, der 12. Okt.) ist ein wundeschöner Tag in Santiago.

Ich glaube ich bin selten so zufrieden aufgewacht wie an diesem Morgen, d.h. eher Mittag.

Da heute Feiertag ist in Santiago (Columbus entdeckte an diesem Tag Amerika – ich frage mich noch immer, wieso die SPANIER das feiern, ich glaube eher so nach dem Motto: Hauptsache eine Fest!), bin ich gestern Abend mit ein paar Mädels feiern gegangen und wir hatten einen wirklich schönen Abend in einer der Altstadtdiskotheken…bis dann um halb vier plötzlich das Licht an und die Musik ausging!!! Normalerweise verlagert sich dann das Nachtleben in die Neustadt-Clubs, uns reicht 4 Uhr in der Frühe aber aus, um befriedigt unsere Heimweg anzutreten….

 

Als ich dann gegen halb eins (mittags) aufwachte strahlte die Sonne in mein Zimmer und wärmte bereits alles schön auf…wenn das nicht ein toller Morgengruß ist, und so stieg ich glücklich aus meinem Bettchen um mich dann auf ins Internetcafé zu machen und hier auf der „Sonnenterasse“ selbige zu tanken! Man könnte hier im Bikini sitzen, ohne Flaks, so heiß ists!!!!

 

Was mir an heutigem Feiertag auffällt ist dass man auf der Strasse wirklich merkt, dass Feiertag ist. Und zwar nicht daran, dass die Geschäfte geschlossen haben, sondern einfach an der ganzen Stimmung….ich glaube hier wird mit Feiertagen anders umgegangen als in Deutschland….alles wirkt ruhiger und viel entspannter als sonst…die Leute schlendern durch die Stadt, niemand redet und gestikuliert hektisch…sehr angenehm. Ich glaube ich muss mich demnächst mal nach drinnen verlagern, ansonsten hole ich mir hier einen Sonnenstich!

 

Ich grüsse Euch alle,

H.

P.S. Heute Abends gibt’s  - anlässlich unseres wöchentlichen Abendessens an Donnerstagen - von der Uli (aus Österreich) endlich die Zwetschgenknödel auf die ich mich seit 4 Wochen freue!!!)

12.10.06 17:41
 


bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


K@ (14.10.06 17:27)
Hallo liebste Hannah,

schön, dass es dir gut geht Ich weiß, hab mir immer noch kein Headset besorgt SORRY! Aber ich versuch das bald zu regeln.

lg aus Bonn, Katha


Christoph (16.10.06 12:05)
Hey Hanna,
ich les übrigens immer noch super interessiert Deinen Blog. Hört sich ja echt alles spannend an. Mich hat zu Beginn in Santiago mal der Satz sehr verwirrt, dass Santiago die einzige Stadt ist, die im Regen noch schöner ist. Irgendwann ists mir aber aufgefallen, dann glänzt das gelbe Licht in den Gassen. Sieht echt schön aus.
Warum verstehst Du nicht, warum die Spanier die Entdeckung Amerikas feiern? Das war der Beginn einer Ära als Spanien das größte Reich der Welt war. Viel weniger verstanden hab ich immer, warum die Latinos diesen Tag feiern. Aber das hat viel mit Rassismus und Abgrenzung gegenüber der Urbevölkerung zu tun. Aber das hat ja in einem Santiagoblog nichts zu suchen... Daher viele Grüße und noch viel Spaß,
Christoph

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